St. Elisabeth

Die Kirche, der Hl. Elisabeth geweiht, wurde 1990 vom Künstler Herbert Kämper malerisch neu gestaltet. Er verstand es, Farben und Formen mit dem zugrunde liegenden religiösen und theologischen Ideen zu verbinden. Die Grundfarben der Kirche sind blau und ocker.  - Blau, die Farbe des Firmaments und des Meeres, bedeutet Weite, Tiefe und Freiheit. - Ocker, die Farbe des Brotes weist hin auf das Geheimnis des Glaubens, Christus das Brot des ewigen Lebens.- Ins Auge springend über dem Altar das große Kreuz, das den leidenden und sterbenden Christus darstellt auf der Chor- rückseite die Ostersonne mit dem Auferstandenen in der Mitte. Strahlen gehen kreisförmig von ihm aus, die zugleich die Straßen des himmlischen Jerusalem andeuten, nachgebildet der Fächerstadt Karlsruhe mit dem Schloß in der Mitte.

 

Christus, der Herr, ist die Mitte von Kirche und Welt. Die Chorrückwand stellt wesentliche Szenen aus dem Leben Jesu dar, die zugleich für das Leben der Kirche immer aktuell und bestimmend sind. Die Taufe Jesu, die Hochzeit zu Kana, die Bergpredigt, die Totenerweckung, die Verklärung und Himmelfahrt Christi. Auch der Altar wurde neu gestaltet und ist zusammen mit dem Ambo und dem Tabernakel die zentrale liturgische Mitte des Chorraums. An den Seitenwänden der früheren Seitenaltäre ist rechts ein Bildnis der Mutter Gottes mit dem Jesuskind, umrahmt von einem Oval und darüber Embleme aus der laurentanischen Litanei. Links die Hl. Elisabeth mit unserer Kirche auf dem Arm. Darüber angedeutet die Namen der Städte, die in ihrem kurzen Leben Bedeutung hatten: Sarospatak, Wartburg und Assisi. Das Gotteshaus ist reich an Ornamenten in den oberen Fenstern, an den Wänden und in der einzigartigen Gestaltung der gewölbten Decke. Die Form des Dreiecks begegnet uns überall in allen Variationen und weist hin auf das Geheimnis des 

Dreifaltig Einen Gottes

Der Patronatstag der Hl. Elisabeth von Thüringen ist der 19. November. Elisabeth war die Tochter des Königs     Andreas II. von Ungarn und seiner Gattin Gertrud von Andechs. 1207 in Ungarn geboren. kam sie mit 4 Jahren auf die Wartburg, wo sie von der Landgräfin Sophie, ihrer späteren Schwiegermutter, erzogen wurde. 1221 heiratete sie den Landgrafen Ludwig von Thüringen. Die glückliche Ehe dauerte nur 6 Jahre, denn 1227 starb Ludwig auf dem Kreuzzug. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie aus der Wartburg vertrieben, legte 1228 das Gelübde der Armut ab, wurde Franziskanerterziarin, lebte fortan nur noch in Werken der Nächstenliebe und der Buße. Nach kurzer Krankheit starb sie am 17. November 1231. Erst nach ihrem Tod wurde ihre ganze Größe sichtbar. Sie gilt als eine der größten deutschen Heiligen, als "Ruhm Deutschlands", als die Heilige der christlichen Nächstenliebe.

Oration: Gott, du Vater der Armen, du hast der Hl. Elisabeth ein waches Herz für die Armen gegeben, in denen sie Christus erkannte und verehrte. Auf die Fürsprache gib auch uns den Geist deiner Liebe und leite uns an zu helfen, wo Menschen in Not und Bedrängnis sind. - Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn, Amen.